Rassistische Diskriminierung in der Schweiz: Was die Beratungsfälle 2025 sichtbar machen

Der aktuelle Bericht des Beratungsnetzes für Rassismusopfer basiert auf der Auswertung von Fällen aus dem Dokumentationssystem DoSyRa und gibt einen Einblick in jene Situationen, in denen Menschen tatsächlich Unterstützung gesucht haben.

Seit 2025 ist auch die FIDS Teil dieses Netzwerks. Wir haben eigene Fälle in die Datengrundlage eingebracht Fälle, die uns im Alltag begegnen, in Gesprächen, in Beratungen, in Momenten, in denen Menschen nicht mehr weiterwissen.

Gerade deshalb ist dieser Bericht für uns mehr als eine externe Auswertung. Er macht sichtbar, was wir in der Praxis erleben und ordnet einzelne Erfahrungen in einen grösseren Zusammenhang ein.

Für uns ist das keine abstrakte Zahl. Sie deckt sich mit dem, was uns gemeldet wird und mit dem, was viele Menschen im Alltag erleben. Oft bleibt es dabei nicht bei einer einzelnen Zuschreibung. Antimuslimischer Rassismus vermischt sich mit Ausländerfeindlichkeit oder mit Zuschreibungen gegenüber Menschen aus dem arabischen Raum. Die Übergänge sind fliessend – die Auswirkungen umso spürbarer.

Was der Bericht besonders deutlich macht: Diese Vorfälle passieren nicht irgendwo.

Sie passieren mitten im Alltag.

In Schulen, wo Kinder und Jugendliche einen grossen Teil ihres Lebens verbringen. Am Arbeitsplatz, wo über Stabilität, Einkommen und Perspektiven entschieden wird. In der Nachbarschaft, im öffentlichen Raum oder im Kontakt mit Behörden und Polizei.

Wenn Sie selbst Erfahrungen mit antimuslimischem Rassismus gemacht haben oder unsicher sind, wie Sie eine Situation einordnen sollen, können Sie sich jederzeit an uns wenden. Die FIDS bietet eine vertrauliche Anlaufstelle für Austausch und Unterstützung.

Den vollständigen Bericht können Sie hier lesen.

Quelle der Bilder: Rassismusvorfälle aus der Beratungsarbeit 2025